Multis in der Suchtprävention

 

Die Multiplikatoren im Bereich Suchtprävention sind seit November 2016 bereits in der vierten Generation an unserer Schule tätig. Dabei spielt das eigenverantwortliche Handeln von Schülerinnen und Schülern eine wichtige Rolle. Die Tätigkeit der Multiplikatoren basiert auf der Idee der Peergroup. 

Die besondere Qualität der Peers liegt u.a. darin, dass sie über den Gebrauch eines sehr ähnlichen Sprachschatzes und vertrauter jugendlicher Ausdrucksweise, in Kenntnis dessen, was „in“ ist, mit einem hohen Maß an Glaubwürdigkeit stärkeren Einfluss auf die MitschülerInnen nehmen und Gehör finden.

Aufgrund ihres Alters können sie eine ideale Balance herstellen zwischen der Nähe der Lebenswelt der Zielgruppen, und der notwendigen Distanz durch bereits bewältigte Entwicklungsaufgaben und eines größeren Erfahrungsschatzes.

Sie tragen zur Identitätsfindung in erhöhtem Maße bei, da sie selbst authentische Identifikationsmöglichkeiten in Form selbst gewählter Lebensstile bieten.

Die Ausbildung der SuS erfolgt in einem externen Seminar durch Herrn Burkhard Pukrop (Kreispolizeibehörde Soest / Kriminalprävention) und Frau Christina Wulf (Jugend- und Familienbüro, Lippstadt).

Die Multiplikatorenausbildung ist ein wichtiger Baustein zum Erwerb sozialer Kompetenzen.

 

In folgenden Bereichen des Schulalltags sind die Multiplikatoren fest eingebunden:

- Selbstständig geplante und durchgeführte  Einheiten zum Bereich Primärprävention im Rahmen der individuellen Förderung in der Jahrgangsstufe 6.

- Nikotinprävention (auch E-Zigaretten, Shishas) in Anbindung an den Fachunterricht Biologie in der Jahrgangsstufe 6.

- Alkoholprävention in der Jahrgangsstufe 8 als Anbindung an den Fachunterricht Religion/Biologie.

- Teilnahme an Elternabenden

- Aktives Mitwirken an der jährlich stattfindenden Veranstaltung des Kreises Soest: Sucht hat eine Geschichte.

Einmalige Veranstaltungen finden im Rahmen von Schulfesten oder Projekttagen statt.

 

Fort- und Weiterbildung sind u. a. an eine AG im Bereich individuelle Förderung geknüpft, sowie an gelegentliche Nachschulungen durch externe Experten.

 

Ansprechpartner: Frau Gremler-Niestegge, Herr Saveski


 
Suchtprävention und Schule


Suchtproblemen muss man früh genug entgegenwirken.

Was sind die aktuellen Erscheinungsformen und Ursachen?

Wo liegen Einflussmöglichkeiten?

Welche Präventionsmaßnahmen gibt es?

 


 

„Drogenkonsum ist zunächst eine Reaktion auf unbewältigte Belastungsanforderungen im familiären, freundschaftlichen und schulischen Bereich.“ aus: Pädagogik, 2/2005, 57. Jahrgang, S. 7

 


 

 

Ausgehend von dieser Situationsanalyse wird deutlich, dass jedes Konzept zur Suchtprävention von folgendem Leitgedanken ausgeht:

 

Eine Persönlichkeit ist in ihrem gesamten Lebenszusammenhang zu sehen.

 

Suchtprävention muss daher als übergeordnetes Ziel:

 

Förderung und Stärkung der Persönlichkeit verfolgen

 

Schule als wichtiger Lebensraum kann ein Ort sein, diese Aufgaben zu bewältigen.

 

In der praktischen Umsetzung gliedert sich Prävention in zwei Schwerpunkte:

 

1. Primärprävention

Primärprävention beschäftigt sich allgemein mit der Vermittlung von Lebens-kompetenz.

Wie findet ein solches Ziel Umsetzung?

In Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrern und außerschulischen Experten erlernen Schülergruppen in Schülerseminaren Fähigkeiten und Fertigkeiten, die in Gefahrensituationen innere Stabilität verleihen. Hierbei geht es nicht um Abschreckung oder Anhäufung von Wissen, sondern um die Entwicklung von Handlungskompetenz. Basis dafür ist die Entwicklung von Individualität einerseits und Gruppenfähigkeit andererseits. In der Balance zwischen beiden kann Beziehungsfähigkeit wachsen.

 Als Fortführung und Ausblick ist eine begleitende oder nachfolgende Information, Beratung oder Unterstützung nötig. Diesen Schwerpunkt umfasst der Bereich:

 

2. Sekundärprävention

Er könnte folgende Inhalte thematisieren:

  • Projekttage zum Thema Sucht
  • Beratung betroffener Personen
  • Vermittlung an entsprechende außerschulische Stellen.

 

Die Grenzen der Schule beachten

 


 

„Schule ist weder eine therapeutische Einrichtung noch eine Institution der Strafverfolgung; sie ist auch kein Familienersatz oder gesamtgesellschaftlicher Reparaturbetrieb. Das markiert zum einen die Grenzen schulischer Handlungsmöglichkeiten und verweist zum anderen auf die Notwendigkeit der Kooperation mit Eltern, außerschulischen Diensten und Experten, vor allem mit der Jugendhilfe, dem Gesundheitsbereich, der Suchtberatung und der Polizei.“ aus: Pädagogik 2/2005, 57. Jahrgang, S.33

 


 

 

Dieses Konzept bedarf der ständigen Überarbeitung und Erweiterung. 

Die Durchführung der Schülerseminare erfolgte durch die Mitarbeiter der Soester Arbeitsgruppe PIT (Prävention im Team) .  

Auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung.


 

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Erst denken, dann klicken!

 

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Suchtprävention 2014Und so haben wir`s gemacht:
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