Schüler engangieren sich in der Sucht- und Drogenprophylaxe

22/03/2008

Drogensem 08Neue Wege im Bereich der Suchtvorbeugung will das Lippstädter Gymnasium der Marienschule gehen. Während in der Vergangenheit  die Mittelstufenschüler über den Unterricht hinaus von externen Fachleuten im Rahmen von Schülerseminaren informiert wurden, will man nun Schüler der Jahrgangsstufe 9 und 10 in die aktive Arbeit integrieren.  Die für die Gesundheitserziehung in der Schule zuständige Lehrerin Jutta Gremler-Niestegge:“Uns geht es darum, kompetente Schüler in die präventive Arbeit gegenüber ihren Mitschülern mit einzubeziehen, sie zu eigenverantwortlichem Handeln zu befähigen und sie als Multiplikatoren einzusetzen.“ Die nur wenig älteren Schüler würden häufig leichter von ihren Altersgenossen akzeptiert und könnten somit stärker Einfluss nehmen.

Zur Vorbereitung des neuen Konzepts waren jetzt 20 Schüler zu einem dreitägigen Seminar in das Haus der KLJB nach Hoinkhausen gereist, um von Experten auf ihre neue Aufgabe vorbereitet zu werden. Diplom-Pädagogin  Christina Wulf vom Jugendamt der Stadt  Lippstadt und Burkhard Prukop vom Bereich Kriminalitätsvorbeugung bei der Kreispolizeibehörde Soest zeigten ein breites Feld von Informationen und Aktivitäten auf.  Erklärung von Suchtentstehung, Konsumentenprofile, Definition von Suchtgefährdung, Lebenskompetenzförderung zur Vermeidung von Flucht in den Drogenkonsum- das waren Beispiele, mit denen sich die Schüler innerhalb des Seminars auseinander setzten. Bei vielen motivierten Schülern liefen sie dabei offene Türen ein. Die sechzehn jährige Anna:“ Ich habe viel gelernt und freue mich auf die Arbeit als Multi. Sie kann sicher eine gute Basis für ein zukünftiges Psychologie-Studium sein.“
Schon in den nächsten Wochen wollen die Schüler ihre gewonnenen Erkenntnisse im Schulalltag
umsetzen. Sie werden sich ihren Mitschülern präsentieren, auf Elternabenden ihre Konzepte vorstellen und als „Experten“ mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Mittelstufenkoordinator Wilfried Jäger: “Nach den guten Erfahrungen, die wir bei der Gewaltprävention durch den Einsatz unserer Schüler als Streitschlichter gemacht haben, erhoffen wir uns auch auf dem Feld der Sucht- und Drogenprophylaxe durch diese Erweiterung unseres bisherigen Arbeitsansatzes zukünftige Erfolge."

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