Eltern in der Lehrerrolle

06/09/2011

Eltern in LehrerrolleEin neues Projekt zur Berufsfindung fand am Dienstag, dem 19. Juli 2011, am Gym-nasium Marienschule erstmalig statt: Eltern stellten für die Oberstufe ihre Berufe vor. Ziel der Veranstaltung war, so Annette Suermann, Lehrerin an der Marienschule und zuständig für den Bereich Berufsfindung und damit auch verantwortlich für das Projekt an diesem Tag, den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, für ihre eigene Berufsfindung die reichen Erfahrungen der Eltern zu nutzen.
So hatten sich insgesamt 33 Mütter und Väter aus der Schulgemeinde der Marienschule Urlaub genommen und berichteten über ihren beruflichen Werdegang, aus ihrem Arbeitsalltag und über die umfängliche Bannbreite in ihren jeweiligen Berufen. Dafür schlüpften sie für vier Schulstunden in die Rolle von Lehrerinnen und Lehrern. Entsprechend neugierig erwarteten die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe deren „Unterricht“.
Seit einer Woche hatten die Namen und Berufsbezeichnungen der teilnehmenden Eltern in der Schule ausgehangen. So konnten sich die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld nach ihren Interessen Referentinnen bzw. Referenten auswählen. Um 8 Uhr begrüßte der Schulleiter, Direktor Heinz Müting, die referierenden Eltern und alle Schülerinnen und Schüler der Oberstufe im Forum. Die Eltern wurden von Kindern der Klasse 8b, die den Tag betreuten, zu ihrem Vortragsraum gebracht. In den Klassen- bzw. Fachräumen stellten jeweils zwei Mütter und/oder Väter aus ähnlichen Berufsfeldern oder ein Elternteil allein den eigenen beruflichen Werdegang vor. In der sich anschließenden Diskussion ging es besonders um die persönlichen Erfahrungen, um gezielte Sachinformationen, aber auch um die schönsten oder gefährlichsten Erlebnisse im Berufsleben. Tipps der Eltern, wie man sich im Berufsalltag bewährt, wurden dankbar aufgenommen. Viel zu schnell schellte es zur 1. großen Pause. Die-se nutzen die Schülerinnen und Schüler, um zu anderen Vortragsräumen zu gehen und sich „neue Eltern“ zu suchen. In der zweiten Doppelstunde fand nun analog zur ersten der zweite Durchlauf statt. Die Eltern nutzten die beiden gemeinsamen Früh-stückspausen zum lebhaften Erfahrungsaustausch. Ihr Resümee deckt sich vollständig mit dem der Oberstufenschülerinnen und –schüler: ein gelungener Morgen, der unbedingt ins Repertoire der Berufsorientierung an der Marienschule aufgenommen werden muss!

Annette Suermann

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