Podiumsdiskussion am 30. März 2011

03/04/2011

Podiums DiskussionIhre Meinung aktiv zu vertreten, anstatt „nur darüber zu meckern, was die Politiker machen“ nennen die Vertreter der Jugendparteiverbände Lippstadts als Hauptgrund für ihr politisches Engagement. Organisiert vom Ring Politischer Jugend (RPJ) Lippstadt, welcher sich für die politische Bildung junger Menschen einsetzt, fand daher am Mittwoch, den 30.März 2011 eine Podiumsdiskussion im Forum der Marienschule statt. Unter der Leitung des Schülersprechers der Marienschule Linus Hoppe diskutierten vier Vertreter der politischen Jugendorganisationen vor den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe die Atompolitik sowie bildungspolitische Fragen und versuchten, durch ihre Argumente die Zuhörerschaft zu überzeugen, wobei am Ende der Veranstaltung eine anonyme Meinungsumfrage durchgeführt wurde.
Trotz des allgemeinen Konsenses darüber, dass ein Ausstieg aus der Kernenergie auf lange Sicht unumgänglich sei, wurden beim Thema Atompolitik einige inhaltliche Differenzen zwischen den Jugendverbänden deutlich. Aman Sharma (JU) verwies vor allem auf das Kostenproblem und die seiner Ansicht nach  große Nachfrage. David Knapp (Grüne Jugend) hielt dagegen, dass die Atomkraftwerke, beziehe man Kosten für Risiken, sowie die Frage nach der Endlagerung mit ein, viel teurer seien. Durch ein endgültiges Abschalten der AKW könne Deutschland als gutes Beispiel vorangehen und würde den Forderungen der Mehrheit der Bevölkerung gerecht. Zudem müssten mehr Subventionen für die Förderung erneuerbarer Energien zur Verfügung gestellt werden. Zülfü Cosgun von den Jusos unterstützt diese Forderungen und ergänzt sie mit einem Vergleich. Würde man einem Porschebesitzer jegliche Steuern, Versicherungskosten etc. abnehmen, so könnte man vermutlich sagen, Porsche fahren sei günstig. „Genau so ist es auch bei den AKWs. Letztendlich sind die Energiekonzerne die einzigen Profiteure “.  Bei den aktuellen Problemen, ein Endlager zu finden, halte er es außerdem für unverantwortlich „auch noch neuen Müll zu produzieren“. Julian Zaßenhaus von den Jungen Liberalen betonte indes, dass ein schneller Ausstieg seiner Meinung nach aufgrund mangelnden Ersatzes nicht möglich sei. Zwar erkannte er die Gefahren der Atomenergie an. Es handle sich dabei jedoch um eine gesamteuropäische Herausforderung, bei der die Verantwortung, AKWs abzuschalten nicht in erster Linie bei Deutschland liege.

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