Schüler unterstützen Patenschaft zur Blindenschule in Manila
Sr. Theresia vom Blindenzentrum in Manila zu Besuch an der Marienschule
'Wie geht es unserem Patenkind Mary-Jane? Was macht Ruth?' Das waren Fragen, mit denen SchülerInnen der Klassen 5c und 6b der Lippstädter Marienschule Sr.Theresia empfingen. Die Vertreterin des Ordens der Schwestern der Christlichen Liebe aus Manila (Philippinen) war auf ihrem Deutschlandbesuch in das Gymnasium gekommen, das seit Jahren eine Patenschaft für eine Blindenschule in der Metropole des südostasiatischen Entwicklungslandes übernommen hat. Diese Einrichtung wird von dem gleichen Orden getragen, der über Jahrzehnte für die Marienschule in Lippstadt verantwortlich zeichnete. Durch einen monatlichen Obolus unterstützen SchülerInnen von Unterstufenklassen 'ihre' individuellen Patenkinder, die, so Schwester Theresia, 'ohne die Lippstädter Unterstützung nicht in die Schule gehen könnten und wahrscheinlich sogar keine Überlebenschancen hätten.'
Klasse 5c
Nach dem Besuch in den Unterstufenklassen mit beeindruckenden Schilderungen des Lebens der Patenkinder stellte sich Sr. Theresia dem Schülerparlament der Schule vor. In einer Präsentation zeigte sie den Klassen- und Jahrgangsstufensprechern die Lebensbedingungen der Menschen auf den Philippinen: ein Land mit großen sozialen Gegensätzen, unvorstellbarer Armut, gewaltiger Bevölkerungsexplosion und vielen ökologischen Problemen.
Sr.Theresia: 'Unter diesen Bedingungen haben blinde Mädchen, manchmal mit Mehrfachbehinderungen, so gut wie keine Lebens-und Überlebenschancen.' Besonders beeindruckt zeigten sich die Schülervertreter von der Dokumentation über den Alltag von Tausenden von Kindern und ihren Familien auf den Müllbergen der Metropole.

Klasse 6b
Schülersprecherin Béatrice Hartmann versprach unter dem Eindruck erschütternder Bilder, dass die Patenschaft zur Blindenschule in Manila auf jeden Fall weitergehen werde. 'Auch in Zukunft werden wir viele unserer Aktionen, Konzerte, Kuchenverkauf, Schulfeste, in den Dienst dieser Sache stellen. Durch den Vortrag wissen wir, wie nötig unsere Hilfe ist und dass auch jeder von uns erwirtschaftete Cent unmittelbar bei den Ärmsten der Armen landet.' Schulleiter Heinz Müting verdeutlichte, dass die Patenschaft zur Blindenschule in Manila integraler Bestandteil der internationalen Ausrichtung der Marienschule sei. 'Ich freue mich, dass unsere Schüler durch ein so breites Engagement Internationalität und soziale Verantwortung miteinander kombinieren. Wir reden in vielen Unterrichtsfächern über die sogenannte Dritte Welt; wir handeln aber auch und versuchen zu helfen im Kampf gegen die Unmenschlichkeit.'
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