Austauschprogramm feiert Premiere
Eine gelungene Premiere feierte Anfang März unser neues Austauschprogramm für Schüler*innen der Jahrgangsstufen 10 und EF mit dem Stefan-Bartory-Gymnasium in Warschau.
Mit großer Vorfreude und viel Neugier auf die Gastgeber im Gepäck machte sich die 15-köpfige Reisegruppe sonntags von Lippstadt aus mit Zug auf nach Krzyzowa (Kreisau), einem kleinen Ort in Niederschlesien. In der dortigen Internationalen Begegnungsstätte trafen sich die Gruppen aus Lippstadt und Warschau, um sich in Workshops gegenseitig besser kennenzulernen, aber auch die bewegte Geschichte Kreisaus. Hier tagte während des zweiten Weltkriegs der sogenannte Kreisauer Kreis, eine Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus. Im November 1989 fand hier zudem die Versöhnungsmesse statt, die bis heute einen wichtigen Meilenstein für die Beziehungen zwischen Polen und Deutschland darstellt.
Am Dienstag fuhren alle gemeinsam weiter nach Wroclaw (Breslau), um diese Stadt voller Sehenswürdigkeiten bei einer Rallye mit den Austauschpartner*innen spielerisch zu erkunden. Im Anschluss stand die Weiterfahrt nach Warschau auf dem Programm, wo die Schüler*innen herzlich von den Gasteltern in Empfang genommen wurden.
Für die Tage in der polnischen Hauptstadt hatten unsere Gastgeber ein vielfältiges und spannendes Programm für alle Teilnehmenden auf die Beine gestellt. Neben einer Stadtführung besuchten wir das Kopernikus-Zentrum für Naturwissenschaften mit zahlreichen Möglichkeiten zum Experimentieren und das Wedel-Museum mit reichlich Gelegenheit zum Probieren von schokoladigen Spezialitäten. Einen bleibenden Eindruck hinterließ der Besuch im Museum des Warschauer Aufstands bei den Schüler*innen, welches eindringlich an die Zeit der Besetzung Warschaus durch die Nationalsozialisten im zweiten Weltkrieg erinnert sowie den Mut der polnischen Aufständigen und der Zivilbevölkerung würdigt. Natürlich durfte auch ein Besuch der Gastschule nicht fehlen. Dort nahmen unsere Schüler*innen am Unterricht teil und bekamen von ihren Gastgebern eine Schulführung.
Auch in der Freizeit gab es zahlreiche Unternehmungen mit den Austauschpartner*innen und ihren Familien, sodass die Hauptstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten, kulinarischen Spezialitäten und zahlreichen Freizeitaktivitäten erkundet werden konnte. Ein großer Dank gilt dabei den Gastfamilien, die unsere Schüler*innen mit ihrer großartigen Gastfreundschaft bei sich aufgenommen haben.
Mit vielen neuen Eindrücken aus einer erlebnisreichen Woche ging es dann zurück nach Lippstadt. Nun freuen wir uns darauf, unseren Gästen vom Stefan-Batory-Gymnasium bei ihrem Gegenbesuch im Herbst unsere Marienschule zu zeigen und die neu gewonnenen Freundschaften weiter zu vertiefen.
Gefördert wird dieser Austausch, dessen Ziel es ist, die gemeinsame Vergangenheit beider Länder unter die Lupe zu nehmen und dabei neue Freundschaften für die Zukunft zu schließen, durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW). Das DPJW ist eine Organisation, die Austauschprogramme mit jungen Menschen aus Polen und Deutschland wie unseres finanziell und inhaltlich unterstützt. Ein herzliches Dankeschön dafür!
Das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) ist eine Organisation, die jungen Menschen aus Deutschland und Polen Begegnungen und Zusammenarbeit ermöglicht. Es finanziert deutsch-polnische und trlaterale Austauschprojekte und unterstützt sie inhaltlich. Für Organisator*innen von Begegnungen bietet das Jugendwerk Fortbildungen, Konferenzen Seminare und gibt Publikationen heraus. Das DPJW wurde 1991 als und internationale Organisation von den Regierungen Polens und Deutschlands gegründet, zeitgleich mit der Unterzeichnung des Vertrages über gute Nachbarschaft. Seit seinem Bestehen hat das Deutsch-Polnische Jugendwerk 85.000 Projekte gefördert, an denen fast 3,3 Millionen junge Menschen teilgenommen haben.
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