EF-Erdkundekurse erkunden den Tagebau Garzweiler

Garzweiler-Exkursion 2026

EF-Erdkundekurse erkunden den Tagebau Garzweiler

Wie gewaltig ist ein Schaufelradbagger aus nächster Nähe? Was bedeutet es, wenn ganze Dörfer der Braunkohle weichen müssen? Und wie sieht diese Landschaft aus, wenn die letzte Kohle gefördert ist? Antworten auf diese Fragen fanden 74 Schüler*innen der Einführungsphase am 15. Juni bei einer Exkursion zum Tagebau Garzweiler im Rheinischen Revier.

Die Fahrt bildete den Abschluss der Erdkunde-Unterrichtsreihe zu fossilen Energieträgern: Was zuvor anhand von Karten, Daten und Fallbeispielen erarbeitet wurde, ließ sich hier mit eigenen Augen überprüfen. Eine Einführung vor Ort beleuchtete die Geschichte des Tagebaus, die Umsiedlung von Dörfern wie Immerath und Lützerath sowie den Blick nach vorn: Bereits 2030 soll im Rheinischen Revier die letzte Braunkohle gefördert werden – acht Jahre früher als ursprünglich geplant.

Besonders beeindruckend war anschließend die Führung durch den Tagebau selbst. Am Rand der riesigen Abbauflächen wurde greifbar, in welchen Dimensionen hier gearbeitet wird: Die Schaufelradbagger gehören mit über 200 Metern Länge und fast 100 Metern Höhe zu den größten Maschinen der Welt. Der Tourguide der RWE erklärte, wie die Kohle abgebaut und zu den Kraftwerken transportiert wird – und was danach kommt: Aus dem Restloch soll in den kommenden Jahrzehnten einer der größten Seen Deutschlands entstehen, umgeben von rekultivierten Wäldern und neuen Lebensräumen.

Die Exkursion zeigte, dass sich Themen wie Energieversorgung, Strukturwandel und Nachhaltigkeit nicht nur im Schulbuch, sondern am eindrucksvollsten im Gelände verstehen lassen – dort, wo Ökonomie und Ökologie sichtbar aufeinandertreffen.

Garzweiler-Exkursion 2026
Garzweiler-Exkursion 2026
Garzweiler-Exkursion 2026
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