Gedenken an die Novemberpogrome 1938

9. November

Gedenken an die Novemberpogrome 1938

Schülerinnen und Schüler des Zusatzkurses Geschichte der Jahrgangsstufe Q2 an der Marienschule haben am Montag an die Novemberpogrome 1938 erinnert und zum Einsatz gegen Antisemitismus aufgerufen. Anlass war der Jahrestag der „Reichspogromnacht“ am 09. November 1938, als in Deutschland die Synagogen brannten und die Judenverfolgung ihren Höhepunkt erreichte. Auch Lippstadt bildete dabei keine Ausnahme. Die Synagoge wurde niedergebrannt und jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden verfolgt und schikaniert.

Wegen der aktuellen Corona-Pandemie fand in diesem Jahr keine gemeinsame Gedenkveranstaltung im Lippstädter Rathaus statt, die traditionsgemäß von Lippstädter Schulen gestaltet werden. Dem Zusatzkurs Geschichte der Q2 der Marienschule war es jedoch ein wichtiges Anliegen, auch in diesem Jahr ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen. Kurzerhand wurde die Gedenkveranstaltung schulintern in das Forum der Marienschule verlegt. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten hierfür eine Reihe anrührender Beiträge. Einerseits beschäftigten sie sich mit der Historie des Antisemitismus mit dem Schwerpunkt Lippstadt. Hierzu begaben sich einige der Schülerinnen und Schüler in das Stadtarchiv Lippstadt, um mit der freundlichen Unterstützung von Frau Dr. Claudia Becker zeitgenössische Zeitungsartikel und weitere Materialien zu recherchieren. Seit 2019 unterhält die Marienschule eine Bildungspartnerschaft mit dem Stadtarchiv Lippstadt. Zudem erlebten die Kursteilnehmer Geschichte direkt, indem sie die 93jährige Zeitzeugin Maria Schulte Arens interviewten und Expertin Barbara Birkert zum Antisemitismus in Lippstadt befragten. „Es ist wirklich beeindruckend, wieviel wir von der Geschichte der Pogromnacht in Lippstadt erfahren haben“, erklärte die angehende Abiturientin Hanna betroffen. Auch auf den Antisemitismus in der heutigen Zeit wurde ein Schwerpunkt gelegt – ein wichtiges Thema, da der Antisemitismus nach wie vor existiert und Aufklärungsarbeit geleistet werden sollte. Vor diesem Hintergrund führten die Kursteilnehmer Umfragen an der Marienschule durch, deren Ergebnisse sie analog und digital präsentierten. Klassen und Kurse aus unterschiedlichen Jahrgängen studierten am Gedenktag an die Reichspogromnacht an verschiedenen Stationen die anschaulichen Arbeitsergebnisse des Geschichtskurses an Laptops und Stellwänden.

„Ein herzliches Dankeschön gilt den angehenden Abiturienten des Zusatzkurses, die mit ihrer engagierten Arbeit einen wichtigen Beitrag gegen das Vergessen geleistet haben“, würdigte Geschichtslehrer Johannes Meier das Engagement der Schülerinnen und Schüler.

9. November
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