Spannender Vortrag zum Thema "Globaler Wandel und Biodiversitätskrise"
„Globaler Wandel und Biodiversitätskrise – Ist das für mich von Bedeutung?“ Diese Fragestellung nahm Dr. Maik Bartelheimer von der Universität Münster zum Auftakt, um den Schüler*innen der Oberstufe des Gymnasiums sowie Schüler*innen des Berufskollegs die komplexen Zusammenhänge zwischen Mensch, Wirtschaft und Natur im Zusammenhang mit dem Klimawandel aufzuzeigen. Die Veranstaltung fand vor dem Hintergrund sicherheitsrelevanter Auswirkungen der Biodiversitätskrise in Kooperation mit der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) statt. GSP-Sektionsleiterin Mariella Bousabarah begrüßte eingangs zusammen mit Biologielehrer Robin Königsmann Dr. Maik Bartelheimer zum Vortrag im Forum der Marienschule.
Dort erklärte Bartelheimer, ein Experte im Bereich Evolution und Biodiversität, seinen Zuhörer*innen zunächst, wie Ökosysteme funktionieren und nahm die Jugendlichen anschließend mit auf eine Reise durch die Erdgeschichte. Er betonte, dass Veränderungen im Klima und in der Biodiversität schon immer Teil der natürlichen Entwicklung waren. "Veränderungen gab es schon immer – von den Eiszeiten bis zum Verschwinden der Dinosaurier. Doch die aktuellen Veränderungen erfordern unser aktives Handeln", machte Bartelheimer deutlich. Ein zentraler Punkt seines Vortrags war die enge Verknüpfung zwischen Biodiversität, menschlicher Lebensqualität und wirtschaftlicher Stabilität, da gesunde Ökosysteme nicht nur die Umwelt, sondern auch die Wirtschaft unterstützen. Ohne Insekten wären beispielsweise nicht nur die Obst- und Gemüseregale, sondern auch die Fleischtheken leer. Besonders eindrucksvoll waren die Ausführungen des Experten über die Rolle von Wäldern und Mooren für die Klimaentwicklung. Der Referent erläuterte, wie Wälder als CO₂-Senken fungieren und somit aktiv zur Minderung des Klimawandels beitragen. Moore, die oft als „grüne Lungen“ bezeichnet werden, spielen eine ebenso entscheidende Rolle, indem sie große Mengen Kohlenstoff speichern. Bartelheimer stellte den jungen Erwachsenen verschiedene Zukunftsszenarien vor, die im Rahmen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) entwickelt wurden. Dabei gelang es ihm, diese Szenarien nicht als düstere Dystopien darzustellen, sondern die Rettung der Biodiversität und unseres Klimas in den Fokus zu rücken: "Wir müssen die Herausforderungen als Chance sehen, um positive Veränderungen zu bewirken."
Am Ende des Vortrags hatten die Schüler*innen die Möglichkeit, Fragen zu stellen und verließen die Veranstaltung mit neuen Erkenntnissen und einer positiven Perspektive auf die Herausforderungen, die uns im Bereich der Artenvielfalt und des Klimas erwarten. Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig es ist, das Bewusstsein für Umweltfragen zu schärfen und aktiv an Lösungen zu arbeiten.
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