Erzbischof zu Gast in der Marienschule

Erstellt am Samstag, 30. August 2014

Erzbischof Hans Josef Becker im Gespräch mit Lehrern der MarienschuleHohen Besuch erhielten wir in dieser Woche: Im Rahmen seiner nun mehrere Monate dauernden Firm- und Visitationsreise durch das Dekanat Lippstadt-Rüthen machte Erzbischof Hans Josef Becker am 28.08.2014 einen ganzen Tag lang Station in den Schulen am Lipperbruch, um im Rahmen seiner Tätigkeit Schule, Erziehung und die besondere Bildungssituation eines privaten kirchlichen Schulträgers zu erleben.

„Es war dem Erzbischof wichtig, Schule vor Ort in voller Funktion zu erleben, und so haben wir den ganz normalen Schulalltag eines beginnenden Schuljahres in seiner Struktur weitgehend belassen“, so Schulleiterin Ute van der Wal zu den Vorbereitungen des Besuchs. Schon am frühen Morgen waren neben dem Erzbischof auch Dekanatskatechet Ludger Althaus und Nicole Heimlich, Dekanatsreferentin für Jugend und Familie, nach Lippstadt gekommen, um gemeinsam in der ersten Pause das Lehrerkollegium des Gymnasiums zu begrüßen und auch den ein oder anderen Kontakt aus der früheren Tätigkeit des Erzbischofs als Pfarrer in Lippstadt zu vertiefen.

Festgottesdienst mit Erzbischof Hans Josef BeckerAls ersten Höhepunkt des Bischofstages in der Marienschule feierte der Erzbischof mit Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen, Lehrern sowie Eltern und Vertretern des Schulträgervereins und der Stiftung Pauline von Mallinckrodt einen Festgottesdienst, in dessen thematischem Mittelpunkt das besondere erzieherische Wirken der Seligen Pauline von Mallinckrodt stand, die vor mehr als 150 Jahren den Orden der Schwestern der Christlichen Liebe gegründet hatte, der bis in jüngste Zeit Träger der Marienschule gewesen ist und in dessen Tradition stehend sich die Schulgemeinschaft bis heute versteht.

Nach einer Begrüßung des Lehrerkollegiums des Berufskollegs stand mit zwei Unterrichtsstunden nun endlich die schulische Wirklichkeit auf dem Programm. Interessiert und neugierig empfing man hier den kirchlichen Würdenträger, stellte aber auch durchaus kritisch Fragen zur gesamtkirchlichen Wirklichkeit und zur Rolle des Christentums in der heutigen Zeit.

„Ein gemeinsames Essen wie für alle Schülerinnen und Schüler hatte sich der Erzbischof zuvor gewünscht“, freuten sich die beiden Schulleiter Ute van der Wal und Ludger Wörmann besonders darüber, dass das anschließende Mittagessen im bunten mittäglichen Treiben des MarienSchulcafés stattfand. Hier konnte auch von den übrigen Schülerinnen und Schülern Notiz von dem hohen Besuch an der Schule gemacht werden.

Der frühe Nachmittag war dem Besuch der Schwesterngemeinschaft der Marienschule vorbehalten. Ein Besuch und Gebete in der Kapelle der Schwestern leiteten über zu einer Gesprächsrunde mit dem Schulträger, dem Verein „Marienschule Lippstadt e.V.“, und der Pauline von Mallinckrodt-Stiftung mit ihren Vorsitzenden Ulrich Lücke und Manfred Birnbrich, zu dem auch Dechant Thomas Wulf aus Warstein anwesend war.

Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen der Begegnung und des Austausches mit den Religionslehrern aller Schulen des gesamten Dekanates Lippstadt-Rüthen. Im MarienSchulcafé wurde mit dem Paderborner Oberhirten über die aktuelle Situation des Religionsunterrichtes, die entsprechenden Curricula und Lernbedingungen diskutiert. Besonderen Raum nahmen hierbei auch die veränderten Rahmenbedingungen in der Schülerschaft ein, erkannte man doch einmal mehr den Wegfall traditioneller kirchlicher Bindung und allgemeiner religiöser Sozialisation. „Sie sind und bleiben notwendiger Zeuge und Ansprechpartner für Kirche und Glauben“ ermutigte der Paderborner Erzbischof die anwesenden Religionslehrerinnen und –lehrer und forderte die Anwesenden zu einem authentisch gelebten Christentum auf.

Nach einem mehr als einstündigen Austausch verabschiedeten wir Erzbischof Hans Josef Becker mit einem Rückblick auf ein dicht gefülltes Programm des Bischofstages an der Marienschule. „Dass der Kontakt zu jungen Menschen dem Erzbischof von besonderer Wichtigkeit ist, hat man heute gemerkt“, so Ute van der Wal als Schulleiterin resümierend, „die Begegnung von Kirche und Lebenswirklichkeit in der Gesellschaft ist gerade in Schule möglich“ und sei für beide Seiten von nachhaltigem Nutzen.

 

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