JGW-Nachhaltigkeitsakademie 2025
Wussten Sie, dass Moore mehr als doppelt so viel CO₂ speichern wie Wälder? Oder, dass Böden im Allgemeinen die größten terrestrischen CO₂-Senken der Erde sind? Dies und vieles mehr konnte ich während der JGW-Nachhaltigkeitsakademie (NAka), welche vom 19.08. bis zum 02.09.2025 in Papenburg stattfand, lernen.
Gemeinsam mit etwa einhundert anderen Teilnehmenden verbrachte ich im August zwei tolle und sehr lehrreiche Wochen in der wunderschönen historisch-ökologischen Bildungsstätte Papenburg. Im Unterschied zu anderen Schülerakademien stand hier besonders der Aspekt der Nachhaltigkeit im Fokus, was sich einerseits in Bereichen wie der ausschließlich veganen oder vegetarischen Ernährung, andererseits aber auch bei den Themen und Kursinhalten widergespiegelt hat. Während der Akademie wurden sechs verschiedene Kurse mit unterschiedlichen Schwerpunkten rund um dieses Thema angeboten, welche man im Vorhinein wählen musste. Mein Kurs trug den Namen „Stay Grounded.“ und fokussierte besonders auf die Rolle von Böden als Kohlenstoffspeicher. Im Vorfeld vorbereitete Referate der einzelnen Kursteilnehmer lieferten besonders zu Beginn der Akademie die für die Kursarbeit benötigten Informationen und Impulse, auf deren Basis dann sowohl theoretisch als auch praktisch weitergearbeitet werden konnte. Besonders interessant fand ich dabei unser Abschlussprojekt, bei welchem wir Bodenanalysen selber planen, umsetzen und schlussendlich in einer wissenschaftlichen Arbeit auch auswerten konnten.
Neben der Arbeit in den Kursen hatte man selbstverständlich auch eine Menge Freizeit, welche man am besten bei den sogenannten KüAs, den kursübergreifenden Aktivitäten, verbrachte. Jeder der Teilnehmenden hatte die Möglichkeit, selbst eine solche Aktivität ganz nach seinen eigenen Interessen anzubieten, wodurch die Angebote in ihrer Vielfalt nicht zu übertreffen waren. Von Musik bis Mathematik, von Politik bis Astronomie, von Kunst bis Sport war wirklich alles zu finden. Es gab sogar KüAs zu bulgarischen Volkstänzen und nachhaltigem Wäschewaschen mithilfe von Kastanien. Mein persönliches Highlight dabei war wohl der morgendliche vogelkundliche Fahrradausflug zum einige Kilometer entfernten Moor, welcher um 5 Uhr in der Früh startete, und von einem wunderschönen Sonnenaufgang begleitet wurde. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir außerdem der Lagerfeuerabend, der traditionell kurz vor Ende der Akademie veranstaltet wird. Bis etwa 3 Uhr nachts saßen ein paar andere Akademieteilnehmende und ich noch am Feuer unter sternenklarem Himmel, haben uns über die verschiedensten Dinge unterhalten, Lieder gesungen und uns abwechselnd mit der Gitarre begleitet. Es blieb also auch viel Zeit für den Austausch mit den anderen Teilnehmenden sowie auch den Kurs- und Akademieleitenden, was besonders durch die vielseitigen Interessen sehr spannend war und den eigenen Horizont eindeutig erweitert hat. Es entstanden so einige Freundschaften in diesen knapp zwei Wochen, die auch nach wie vor bestehen.
Alles in allem kann ich festhalten, dass die Nachhaltigkeitsakademie für mich wirklich eine unglaublich bereichernde Zeit war, in der ich sehr viel Neues gelernt habe und viele tolle Menschen treffen durfte. Die Zeit in Papenburg hat meine Erwartungen weit übertroffen und ich kann jedem, der die Möglichkeit geboten bekommt, Teil einer solchen Akademie zu werden, nur empfehlen, diese Chance wahrzunehmen!
Helen V., Q2
Zurück