Erprobungsstufe

Ihre Erprobungsstufenkoordinatoren Detlef Rediker und Christian Marticke

Erprobungsstufe

Liebe Schülerinnen und Schüler, sehr geehrte Eltern!

Willkommen in der Erprobungsstufe der Marienschule.

Zahlreiche Begegnungen und Gespräche in den letzten Jahren haben uns immer wieder erfahren lassen, dass der Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule nicht nur für die Kinder, sondern für die gesamte Familie eine mit Spannung erwartete, aber auch eine mit vielen Fragen und Unsicherheiten versehene Zeit ist. Es ist daher unser Anliegen, Sie als Familien von Anfang an in der Zeit der Entscheidungsfindung für die neue Schule sowie während der gesamten Erprobungsstufe unterstützend zu begleiten.

Im Folgenden möchten wir einen Einblick in die Vielfalt des Schullebens an unserer Marienschule in den zwei Jahren der Erprobungsstufe geben.

 

Ihre Erprobungsstufenkoordinatoren

Detlef Rediker und Christian Marticke

Tage der offenen Marienschule

Am Anfang stehen für uns die zwei Tage der offenen Marienschule, an denen wir unsere Gäste vor Beginn der Adventszeit und Mitte Januar in unserer Schule begrüßen und ihnen die Möglichkeit geben, sich über das vielfältige Angebot der Marienschule zu informieren, die Schulgebäude zu erkunden sowie ins Gespräch mit dem gesamten Kollegium, Schülerinnen, Schülern und Eltern der aktuellen Erprobungsstufe zu kommen. – Unser Leitgedanke „Jedem Kind sein Gesicht“ ist für uns Zuspruch und Anspruch zugleich. So kommen wir gerne mit Ihnen schon an diesen Tagen in intensive Gespräche mit Ihrem und über Ihr Kind und seine individuelle Situation in der Phase des Übergangs an die weiterführende Schule. Zudem mögen diese Tage Ihnen einen ersten Einblick in die besondere Atmosphäre der Marienschulgemeinschaft geben.

Sextanerempfang

Der erste, sicher noch etwas vorsichtige, aber dennoch ungemein spannende Schritt in die Marienschule hinein geschieht für unsere „Neuen“ schon vor Beginn des Schuljahres am traditionellen Sextanerempfang einige Wochen vor dem Anfang der Sommerferien. Hier lernen die Kinder ihre Mitschüler, ihre Klassenlehrer und den Klassenraum kennen. Zudem erfahren sie, welche Fächer auf dem Stundenplan stehen und welche Materialien benötigt werden. Viele weitere interessante Informationen werden in der „Marienschulbegrüßungsmappe“ zusammengestellt. An diesem Tag werden die Kinder unterstützt von ihren Mentorinnen und Mentoren.

Von der Grundschule zum Gymnasium

An drei Projekttagen in der ersten Schulwoche der Klasse 5 erhalten die Schülerinnen und Schüler Raum und Zeit, zusammen mit ihren Klassenlehrern oder Klassenlehrerinnen die Schule zu erkunden, sich kennen zu lernen, erste Vereinbarungen zu treffen, den Klassenraum zu gestalten und als Gemeinschaft zusammenzuwachsen bzw. zusammen zu wachsen. 

Unser Leitgedanke „Jedem Kind sein Gesicht“ beinhaltet auch, dass wir „über den eigenen Tellerrand schauen“ und versuchen, die Kinder dort abzuholen, wo sie gerade stehen. Um Methoden und Unterrichtsformen der Grundschule kennen zu lernen und in unsere Arbeit zu integrieren, besuchen wir in regelmäßigen Abständen unterschiedliche Grundschulen unseres schulischen Einzugsgebietes und nehmen an Workshops zu Fragen des Übergangs von der Grundschule zur weiterführenden Schule teil bzw. bieten diese an. Somit können wir auf den Kindern Bekanntes zurückgreifen und vorhandene Kompetenzen ausbauen. Darüber hinaus laden wir die ehemaligen Grundschulklassenlehrerinnen und -klassenlehrer der Kinder zu unseren Erprobungsstufenkonferenzen ein.

Organisation der Erprobungsstufe

Die Erprobungsstufe umfasst die Klassen 5 und 6 und stellt eine pädagogische Einheit dar. Somit kommt es zu Ende der Klasse 5 zu keiner Versetzung, sondern die Kinder gehen in die 6. Klasse über. In diesen beiden Jahren begleiten wir an der Marienschule die individuelle Lern- und Lebensentwicklung eines jeden Kindes behutsam, aufmerksam, unterstützend und fördernd. In jeweils vier Erprobungsstufenkonferenzen (Konferenz aller Fachlehrer und Fachlehrerinnen der Klasse und den Erprobungsstufenkoordinatoren) pro Schuljahr tauschen wir uns eingehend über die individuelle Entwicklung eines jeden Kindes sowie das Miteinander in der Klassengemeinschaft aus.

Der Stundenplan in der Klasse 5 ist so aufgebaut, dass er einen möglichst sanften Übergang der Kinder von der Grundschule zum Gymnasium unterstützt.

Vom Schuljahr 2018/19 an umfasst er 30 Unterrichtsstunden, das heißt an jedem Tag sechs Unterrichtsstunden. Unterrichtsschluss ist um 13:05.

Wir arbeiten an der Marienschule mit einem differenzierten Doppelstundensystem, so dass pro Unterrichtstag nicht mehr als vier Unterrichtsfächer erteilt werden. Dies trägt dazu bei, dass der Tornister nicht zu schwer ist und auch die Anzahl der Hausaufgaben in den Fächern überschau- und machbar bleibt.

Darüber hinaus achten wir bei der Stundenplangestaltung im Rahmen der Möglichkeiten auf eine gleichmäßige Verteilung der kreativen, musischen und sportlichen (gelb)sowie der sogenannten Hauptfächer (rot) und der sonstigen Fächer (blau), um der Förderung der verschiedenen Persönlichkeitsbereiche eines jeden Kindes an den einzelnen Schultagen gerecht zu werden.

Musisch Interessierte können freiwillig an einer Musical-AG am Nachmittag teilnehmen. Ab dem Schuljahr 2018/2019 gibt es für die Klassen 5 und 6 eine MINT-AG, die an einem der Nachmittage in der 7./8. Stunde stattfindet.

Schließlich findet sich im Stundenplan noch eine besondere Stunde: IndiF (Individuelle Förderung). In dieser Stunde, die von den Klassenlehrerinnen und –lehrern erteilt wird, ist in besonderer Weise Zeit dafür, die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Kinder anzugleichen, ihre jeweiligen Lernstärken und/oder –schwächen sowie –strategien herauszufinden, konkrete Hilfen in der Lernorganisation zu geben (Hausaufgaben, Vorbereitung auf Klassenarbeiten, Konzentrationsübungen, Arbeitsplatzgestaltung, Strategien des Vokabellernens, Wochenplangestaltung, …) und das soziale Miteinander in der Gemeinschaft der Klasse zu fördern.




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